Cronik der Abteilung Volleyball

Ausgangspunkt für die Bildung der Abteilung Volleyball im Jahr 1975 waren die traditionellen jährlichen Betriebssportfeste im damaligen VEB Ketten- und Nagelwerke. Bei diesen Sportfesten wurden volkssportliche Wettkämpfe der Mitarbeiter der verschiedenen Produktionsbereiche im Fußball durchgeführt und ab 1971 auch im Volleyball. Die Besten nahmen als Betriebsauswahl an jährlichen Vergleichswettkämpfen mit dem Partnerbetrieb in der CSSR, der Kettenfabrik Ceska Vesk, teil. Damit stieg das Interesse und einige Sportfreunde wollten sich gern über das ganze Jahr mit Volleyball betätigen. Auch um die meist hohen Niederlagen gegen die slowakischen Freunde zu beenden, was übrigens erstmals 1976 mit einem Sieg gelang. So nahm man das wöchentliche Training in der Sporthalle "Filmeck" auf. Unsere Sportler beteiligten sich in freiwilligen Arbeitseinsätzen am Umbau vom Kino zur volleyballtauglichen Halle.

Auf Initiative unseres verdienstvollen Sportfreundes Hartmut Meißner, damaliger Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft (BGL), trafen sich im Mai 1975 sieben Sportfreunde zur Bildung der Sektion Volleyball. Unter ihnen waren Ursel und Günter Wünsche, Herbert Seibert, Horst Dlohy, Jürgen Schmidt, Michael Hirschfeld und Norbert Löser. Über 10 Jahre war Ursel Wünsche unsere Sektionsleiterin. Es folgten Jürgen Schmidt, Michael Rauschel, André Liebmann und Andreas Diestler. Seit dem Jahr 1991 ist Heiko Apel unser Abteilungsleiter.

Am organisierten Spielbetrieb nahmen wir erstmals im Jahre 1975 mit einer gemischten Mannschaft teil. 1978 wurden wir erstmal Kreismeister der Herren und stiegen in die Bezirksklasse auf. Das gleich gelang den Damen im Jahr 1980. Die Mitgliederzahl wuchs bis 1985 auf 65 Sportfreunde/Innen. Im gleichen Jahr gelang der 1.Herrenmannschaft der Aufstieg in die Bezirksliga. Zum damaligen Stammaufgebot zählten: Thomas Wünsche, Jochen Veit, Falko Schupa, Enrico Sobzcyk, Wolfgang Brunn, Andreas Diestler, Andreas Bergemann und Wolfgang Zeltner. Große Verdienste an diesem Erfolg hatte auch ihr Betreuer Günter Wünsche.

Ein weiterer Höhepunkt gelang 1985 beim Turnier zur 800-Jahrfeier unserer Stadt, wo unsere 2.Herrenmannschaft den Pokal des Bürgermeisters erringen konnte. Dies gelang mit dem Finalsieg über den oftmaligen Kreismeister, die Kleingartensparte Hoffnung. In dieser Mannschaft spielten der damalige KFA-Vositzende Lothar Hanke und der stellvertretende Bürgermeister Achim Kewitsch. Traditionell organisieren wir jährlich zwei große Volleyballturniere. Einmal auf Leistung orientiert die Damen- und Herrenturniere um die Rot-Weiß Pokale im Mai jeden Jahres sowie zum Jahreswechsel das Vereinsturnier im Volleyball Volkssport.

Die Mai-Turniere finden seit 1981 ohne Unterbrechung statt – in diesem Jahr also zum 30. Mal!! Seit wir in einer 3-Felder-Halle spielen können, laden wir uns 15 Mannschaften ein. Heute kommen Mannschaften aus vielen Regionen Deutschlands, oft mit Ehemaligen von uns, die es nach der Wende in andere Bundesländer verschlug. So z.B. Offenbach mit Enricco Sobczyk und André Liebmann oder Dresden mit Thomas Wurche. Von Beginn an und ununterbrochen nehmen unsere Freunde aus Hennersdorf/Sachsen am Turnier teil. Höhepunkt ist nach Baschluss der Finalspiele der abendliche Sportlerball mit den Siegerehrungen. Namentlich müssen die Sportfreunde H.Apel, J.Wurche und S.Wilop genannt werden, die als Hauptorganisatoren die Fäden in der Hand halten und dazu betragen, dass diese Tradition auch nach der Wende weiterlebt.

Seit 1975/76 organisieren wir auch zum Jahreswechsel die volkssportlichen Vereinsturniere im Volleyball. Begonnen hatte es mit einem Teilnehmerfeld von vier Mannschaften (Fußball 1.Herren und Alte Herren sowie zwei Volleyball-Mixmannschaften). Beim diesjährigen Turnier nahmen 12 Mannschaften den Wettkampf auf (alles Mitglieder oder Freunde des Vereins). So stellten die Fußballer vier Mannschaften, die Volleyballer sechs Mixmannschaften und die Abteilung Boxen ein Team. Eine Mannschaft des Weißenfelser Handballvereins (Damen) machten das Teilnehmerfeld komplett.

Seit 2005/06 spielen die Nichtvolleyballer um den Hartmut-Maißner-Gedächtnis-Pokal. Er war maßgeblich für die Gründung unseres Vereins im Jahre 1951 und die Abteilung Volleyball im Jahr 1975 verantwortlich. Hartmut Meißner verstarb 82-jährig im Jahr 2005. Ihm ging es immer um die Gemeinschaft alles Vereinsmitglieder.